24h-Dienst der Jugendfeuerwehr

Ein Erlebnisbericht von Jugendsprecher Tobias Mischok:
In der Zeit vom 13.10. auf den 14.10.2018 fand der diesjährige 24-Stunden-Dienst der Jugendfeuerwehr Neureut statt. Die Jugendlichen absolvierten in den 24 Stunden verschiedene Theorieeinheiten, praktische Übungen und auch Einsätze. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung haben die Jugendlichen auch die Möglichkeit, ihre Freizeit zu nutzen, um sich mit den Kameraden auszutauschen, Gesellschaftsspiele zu spielen und vieles mehr.
Pünktlich zum Schichtbeginn traten die Jugendlichen zur Schichteinteilung an. Nach der Einteilung der jeweiligen Funktionen des Löschzuges begann die erste feuerwehrtechnische Ausbildung „Löschangriff (FwDV 3) und Atemschutz“.
Nach einer kleinen Stärkung wurden die Fahrzeuge besetzt und es ging zum Bauhof, um dort einen praktischen Ausbildungsblock zu absolvieren. Dort angekommen kamen wir allerdings nicht zum Üben, da die Jugendfeuerwehr zu ihrem ersten Einsatz „Arbeitsunfall bei der Firma Schempp, An der Sandgrube“ alarmiert wurde. Dort angekommen wurde eine verletzte Person auf einem Kieshaufen vorgefunden. Diese Person war von einem Förderband abgestürzt und nicht mehr gehfähig. Der Patient wurde dann von der Jugendfeuerwehr mit Hilfe der Steckleiter und der Krankentrage gerettet und betreut.
Gleichzeitig zu diesem Einsatz wurde die Besatzung des GW-L 2 und der Drehleiter zu einem Verkehrsunfall mit Zweirad alarmiert. Bei diesem Einsatz wurden alle beteiligten Personen durch die Jugendfeuerwehr befreit. Nach den Einsätzen ging es dann erneut zum Bauhof, um den praktischen Ausbildungsblock „Steckleiter und Löschangriff“ zu üben.
Nach der praktischen Übung fuhren wir wieder in unser Feuerwehrhaus. Dort angekommen gingen die Jugendlichen an ihre Dienste.
Es dauerte nicht lange, bis die Besatzung der Drehleiter von den Diensten unterbrochen wurde mit dem Einsatzstichwort „Tierrettung“. Bei diesem Einsatz mussten die Jugendlichen ein Plüschtier von einem Flachdach über die Drehleiter retten. Aber nicht nur die Drehleiterbesatzung wurde von den Diensten unterbrochen, sondern auch die Besatzungen des Löschgruppenfahrzeuges (LF), Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF) und des Gerätewagens Logistik (GW-L 2).
Diese drei Fahrzeuge wurden zur Firma Coca Cola zu einer Personenrettung aus einem Schacht alarmiert. Als die Fahrzeuge mit deren Besatzung dort eingetroffen waren, wurde eine hilflose Person in einem Schacht vorgefunden. Diese wurde von einem Trupp unter Atemschutz mit Hilfe eines Tragetuches gerettet und anschließend versorgt.
Pünktlich um 13:00 Uhr vesperten wir dann gemeinsam.
Nach unserer gemeinsamen Mahlzeit hatten die Jugendlichen dann eine Pause.
Während der Pause wurde die Jugendfeuerwehr Neureut dann zum verdächtigen Rauch im Bereich der Lagerhalle der Feuerwehr Neureut alarmiert. Nach einer Erkundung der Gruppenführer stellte sich dieser Einsatz allerdings als Fehlalarm dar, da ein Anwohner nur ein Grillfeuer entzündete. Als wir abrückten, fuhren wir dann in den Bauhof zu mehreren praktischen Übungen. Die Fahrzeuge wurden einsatzbereit geparkt, danach begann der erste Teil der Ausbildung mit Knoten und Stichen. Diese wurden als Wettkampf gestaltet. Die Knoten mussten auf Zeit absolviert werden. Am Ende des ersten Teiles gab es dann eine Trinkpause, bevor wir zum Thema Wasserentnahme offenes Gewässer wechselten. Als wir uns gerade in Gruppen einteilten, wurden wir erneut unterbrochen.
„Wohnungsbrand, Menschenleben konkret in Gefahr“. Mit diesem Stichwort fuhr die Jugendfeuerwehr zum gemeldeten Objekt. Dort angekommen wurden mehrere Personen vermisst und das Feuer wurde bestätigt. Nach kurzer Zeit wurde dann der Brand gelöscht und die vermissten Personen gerettet.
Für den Nachmittag stand dann noch das Thema Wasserentnahme offenes Gewässer und der Gefahrguteinsatz auf dem Plan. Nach diesen zwei Ausbildungsblöcken wurden die Jugendlichen in die Freizeit geschickt. Nach kurzer Zeit ging es für die Jugendfeuerwehr Neureut mit dem Löschzug zu einem Verkehrsunfall PKW gegen Fahrrad. Die betroffene Personen konnten durch den Einsatz von Geräten zur einfachen technischen Hilfeleistung aus ihrem Fahrzeug befreit werden.
Als der Löschzug dann wieder im Feuerwehrhaus ankam, gab es Abendessen.
Nachdem alle gemeinsam fertig waren mit dem Essen, wurden die Jugendlichen wieder in die Freizeit geschickt. Während die Jugendlichen in Ihren Gesellschaftsspielen vertieft waren, wurde die Jugendfeuerwehr zu einem PKW mit Gefahrgutbrand gerufen.
Nach der Erkundung der Gruppenführer wurde der PKW gelöscht.
Um 22 Uhr durften die Jugendlichen dann in ihre Betten gehen und schlafen.
Gegen 23:30 wurden sie aus Ihren Träumen gerissen und  zum Arbeitsstättenbrand bei der Firma Schempp gerufen. Dort brannten zwei kleinere Stapel Paletten, sodass die Jugendlichen direkt mit der Brandbekämpfung beginnen mussten. Bereits nach kurzer Zeit hatten sie das Feuer unter Kontrolle.
Nach dem Einrücken ins Feuerwehrhaus und dem Bestücken der Fahrzeuge fielen alle müde ins Bett.
Am nächsten Morgen wurde nach einem Frühstück der Dienst um 8:00 Uhr beendet.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die uns bei unserem 24-Stunden-Dienst unterstützt haben.
Ein großes Dankeschön geht an das Übungsvorbereitungsteam mit Thomas Mischok, Karsten Grether, Jens Grether, Dirk Schelling und Nici Bejhulowicz. Das Team hatte sich lange im Voraus Gedanken gemacht, um uns spannende Szenarios auf die Beine zu stellen.
Ebenso ein herzlicher Dank an die Firma Schempp GmbH & Co. KG für das Bereitstellen ihres Betriebsgeländes für die Einsätze und die Versorgung mit Getränken und süßen Stückchen während des Dienstes.
Falls es aufgrund unseres 24h-Dienstes zu Störungen der Nachbarschaft kam, so bitten wir um Entschuldigung und Nachsicht für unsere alle zwei Jahre stattfindende Aktion.

Drucken